J.B. Metzler

  • 2020 erscheint der 59. Jahrgang des Heine-Jahrbuchs. Er enthält aktuelle wissenschaftliche Beiträge zu Leben, Werk und Wirkung Heinrich Heines sowie zur Literatur des Vormärz, unter anderem eine Studie von Joseph A. Kruse über Heine und Fontane sowie Darstellungen über die Journalisten Saul Ascher, Ludwig Brne und Georg Bernhard Depping. Zudem präsentiert der Band neu erworbene Heine-Briefe aus dem Archiv des Heinrich-Heine-Instituts.

  • Mit der rekonstruierenden Textanalyse der Preisschrift über die Fortschritte der Metaphysik (1804) und der drei Kritiken hat der Autor den Begriff der eigentlichen Metaphysik Kants zum Inhalt. Demnach wird die Hauptfrage der kantischen Metaphysik als die Frage nach der Mglichkeit der Erkenntnis von den übersinnlichen Prinzipien der Natur bestimmt. Die Grundmethode zur Kants Antwort auf diese Frage bezeichnet der Autor als praktische Regulation der Natur, in der die reine praktische Vernunft ihrem notwendigen Bedürfnis gemäß die reflektierende Urteilskraft dazu leitet, nach dem System der praktisch postulierten Prinzipien (Gott, Freiheit und Unsterblichkeit) eine moralisch-zweckmäßigen Natur zu regulieren. Durch dieses methodische Verfahren zeichnet sich die kantische Metaphysikkonzeption aus, die ihrerseits aber auch auf die aristotelische Tradition zurückbezogen ist.

    Yuwei Xie promovierte in Philosophie an der Universität Heidelberg und arbeitet derzeit am Philosophischen Seminar der Sun Yat-sen Universität in Guangzhou, China. Seine Forschungsschwerpunkte sind klassische deutsche Philosophie und Phänomenologie.

     

  • Das Anna Seghers-Handbuch gibt einen umfassenden Überblick über das Gesamtwerk der Autorin von den frühen Texten und Erzählungen der 1920er Jahre bis zu ihrem Tod im Jahr 1983. Im Zentrum stehen neben der Betrachtung ihres Lebens als Jahrhundertschicksal die Erschließung ihrer literarischen, poetologischen und essayistischen Schriften vom Früh- über das Exil- und Nachkriegswerk bis zu den Texten nach 1967. In diesem Zusammenhang werden prägende Lebens- und Kulturräume der Autorin sowie ihr kulturelles und kulturpolitisches Engagement bis zu ihrer Präsidentschaft des Schriftstellerverbandes der DDR beleuchtet. Die nationale und internationale Rezeption ist ein weiterer Schwerpunkt. Die Betrachtung der Polarisierung des Urteils zu Seghers nach 1989 zeigt die Mglichkeit differenzierter Wertungsstrategien.

  • Grundannahme dieses Buches ist es, dass Subjekte einem Bildungsprozess unterliegen, der hauptsächlich durch deren Sozialität bestimmt wird. Constanze Junker vertritt dabei die These, dass der soziale Subjektivierungsprozess selbst seine Mglichkeitsbedingungen für radikale Befreiung enthält. Diese Mglichkeitsbedingung auch politischer Widerständigkeit beruht auf einer absoluten Negativität, die sich aus der Sozialität der Subjektivierung ergibt. Verbindungsglied der Theorie sozialer Subjektivierung mit Befreiung ist ein Existenzstreben. Dieses wird - anders als bei Butler - selbst als sozial konstituiert und als Ressource absoluter Negativität beschrieben.

  • Es gibt eine Vorgeschichte des Ehebruchromans, der in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu einem gesamteuropäischen literarischen Paradigma wurde. Im Zuge der Franzsischen Revolution entsteht eine säkulare Ehegesetzgebung, die einen metaphorischen Überschuss produziert, der bis heute wirksam ist. Das Buch zeichnet rechtshistorisch und anhand kanonischer literarischer Texte von Rousseau über Goethe und Manzoni bis hin zu Hugo und Flaubert nach, wie die Ehe um 1800 zu einer Reflexionsfigur für den modernen Nationalstaat werden konnte. Dabei entstehen originelle Beiträge zur Philologie der einzelnen Texte. Zugleich werden Recht und Literatur für eine historische Semantik von Gesellschaft und Gemeinschaft fruchtbar gemacht. 

  • Im Namen der Res Publica in den Krieg zu ziehen bedeutete für rmische Feldherren nicht nur, das Heer zu kommandieren, es bedeutete auch, die Verantwortung für die Kommunikation mit den Gttern zu tragen. Janico Albrecht zeigt, dass neben dem Schlachtfeld auch die stadtrmische Heimatfront ein Ort für religise Inszenierungen des Krieges darstellte. Auch jenseits des Triumphs kam der Religion eine wichtige Rolle für die Vermittlung des fernen Kriegsgeschehens zu. Spätrepublikanische Feldherren wie Sulla, Pompeius und Caesar werden als religise Akteure unter Gesichtspunkten wie dem Eingehen auf unterschiedliche Publika sowie der Fortführung ihrer Ansprüche in der Memoirenliteratur untersucht. Ihre Inszenierungen gttlicher Nähe und religiser Autorität spielten in der antiken Erinnerung oft eine wichtigere Rolle als ihre militärischen Leistungen und trugen entscheidend zur literarisch fassbaren Wahrnehmung des Krieges in Rom bei.

  • Das Handbuch informiert umfassend über die Literatur für Kinder und Jugendliche in verschiedenen Medien und fasst den Stand der Forschung in diesem Bereich sowohl diachron als auch synchron zusammen. Es deckt eine Vielzahl von Erzählmedien wie  Bilderbuch, Computerspiel, Film oder Theater ab und akzentuiert aktuelle Themen wie All Age-Literatur, Medien- und Produktverbund sowie Inter- und Transmediales, Digitales und Serielles Erzählen. Methodische Zugänge und kulturwissenschaftliche Aspekte werden ebenfalls thematisiert, der Didaktik ist ein eigenes Kapitel gewidmet.

  • Carl Einstein (1885?1940) war einer der bedeutendsten Schriftsteller, Kunstkritiker und Theoretiker der Avantgarde des 20. Jahrhunderts. Er war auch ein Mann der Tat, kämpfte in Berlin auf Seiten von Spartakus und in der Kolonne Durruti in Spanien gegen Reaktion und Faschismus. In seiner Korrespondenz spiegeln sich alle Strmungen und Konflikte, die Literatur, Kunst und Politik Europas bewegten. Er wechselte Briefe mit bekannten Grßen der Kunstgeschichte wie etwa Picasso und Paul Klee. Daniel-Henry Kahnweiler, der Pariser Kunsthändler, wurde sein Freund. Für seine legendäre Zeitschrift Documents korrespondierte er mit Gelehrten aus aller Welt. In Einsteins Briefen erfährt man auch von vielen Projekten, die er nicht vollenden konnte. Von seiner weitaus bedeutenderen Korrespondenz haben sich 425 Texte, einschließlich offener Briefe oder auch briefartiger Widmungen, erhalten. Sie werden chronologisch geordnet, detailliert kommentiert und mittels eines Personen-, Werk- und Zeitschriftenregisters erschlossen. Franzsische Briefe werden übersetzt. Carl Einsteins Briefwechsel stellt für literatur- und kunst-, aber auch für sozialgeschichtliche Forschungen zum 20. Jahrhundert reichhaltiges Material zur Verfügung.

  • Kleist-Jahrbuch 2020

    Collectif

    Das Kleist-Jahrbuch 2020 dokumentiert die Verleihung des Kleist-Preises 2019 mit den Reden der Preisträgerin Ilma Rakusa, der Vertrauensperson der Jury Yoko Tawada und des Präsidenten der Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft Günter Blamberger. Abhandlungen zu Kleists Werken, Miszellen zum Umfeld Kleists, Nachrufe auf Hans Joachim Kreutzer und Alexander Weigel sowie Rezensionen wissenschaftlicher Neuerscheinungen zu Kleist beschließen den Band.

  • Nicole Pppel skizziert in ihrer Literatur- und Mediengeschichte das lebendige, ambivalente Medienschaffen der Pariser Bohème Mitte des 19. Jahrhunderts. Die Autorin bringt dem deutschsprachigen Publikum die Generation der Bohème näher, durch die sich dieses Milieu medial nachhaltig als populäres Milieu etablierte. Sie untersucht dazu die Generation der zweiten Bohème mit Autoren wie Henry Murger (Szenen aus dem Leben der Bohème) und Charles Baudelaire (Die Blumen des Bsen) als Medienproduzenten und Medienkritiker. Die jungen, oft unbekannt gebliebenen, meist prekär lebenden Autoren wirkten im Spannungsfeld aus Selbstbehauptung und Abgrenzung vom etablierten Literatur- und Kulturbetrieb und der großen Tagespresse und prägten die Pariser Öffentlichkeit von den 1840er bis 1860er Jahren fundamental mit. 

  • Mit dieser Edition von Kleists Handschrift »Der zerbrochne Krug« wird eine textgenetische Darstellung vorgelegt, die Kleists zahlreiche, teilweise komplexen Textänderungen en detail rekonstruiert. Methodisches Instrumentarium für die Rekonstruktion bildet die Handschriftanalyse. Wesentliches Ergebnis der Rekonstruktion ist die chronologische Darstellung der einzelnen Versvarianten und ihrer vers­übergreifenden Bezüge. Sofern die Versfassungen sich unterscheiden, werden auch die Fassungen der ­»Phbus«­Fragmente und des Erstdrucks mitgeteilt. Auf diesem Weg entsteht ein komplexes Bild der zahlreichen Übereinstimmungen und Abweichungen der unterschiedlichen »Krug«-Textzeugen, deren dichtes Beziehungsgeflecht hier erstmals systematisch und vollständig erfassbar ist. Abgeschlossen wird der Band mit einer Untersuchung zur Entwicklung von Kleists Handschrift, deren Methodik diese Edition erst ermglicht hat. Die Darstellung wird unterstützt durch den Abdruck zahlreicher Faksimile-Ausschnitte. Die Edition erscheint als Sonderband des Kleist-Jahrbuchs.

  • Gehrt es zu einer liberalen Gesellschaft und einer humanen modernen Medizin, dass Menschen aktiv aus dem Leben scheiden und sich dabei helfen lassen dürfen? Ethische Diskussionen über Sterbehilfe entzünden sich meist an Fällen unheilbar kranker Patienten, die ihr Leben nicht länger ertragen wollen. Während diese Kranken nach geltendem Recht und weit geteilten Überzeugungen auf lebenserhaltende Therapien aller Art verzichten dürfen, wird sehr kontrovers beurteilt, ob sie sich als ultima ratio auf ihr Verlangen hin tten oder bei einem Suizid unterstützen lassen dürfen sei es durch Ärzte, Angehrige oder Sterbehilfevereine. Meinungsführende Kritiker warnen davor, dass Patientensuizide zur Normalität werden knnten, beschwren die Unvereinbarkeit tdlicher Hilfe mit dem ärztlichen Ethos und befürchten Ausweitungen auf andere Personengruppen, etwa auf hochbetagte Menschen, die nicht schwer krank, wohl aber lebensmüde sind. Doch lässt man sterbewillige Patienten mit dieser Tabuisierung nicht auf unmenschliche Weise alleine? Und sollte nicht das Recht auf Selbstbestimmung gerade in solch existentiellen Angelegenheiten wie dem eigenen Lebensende respektiert werden? In profunder Kenntnis der langjährigen medizinethischen Debatten analysiert Bettina Schne-Seifert die Landschaft der Sterbehilfe-Fragen und -Argumente und verteidigt entschieden eine liberale Position zur Suizidhilfe.

  • Berlioz, Wagner und Liszt gelten als Protagonisten der sogenannten neudeutschen Schule. Dieses Phänomen bildete im 19. Jahrhundert den Kristallisationspunkt eines Paradigmenwechsels, der sich von der Musikkritik ausgehend bis auf die europäische Kulturgeschichte auswirkte. In nie zuvor dagewesener Weise wurden die Bedeutung von Musik und Gesellschaft miteinander verknüpft, zu großen utopischen Entwürfen gebündelt und Geschichte konstruiert. - Die vorliegende Quellenedition versammelt Beiträge aus zeitgenssischen deutsch-, englisch- und franzsischsprachigen Musikzeitschriften aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Die polemisch geführte Debatte um die neudeutsche Schule ist mit über 150 Artikeln dokumentiert und umfassend kommentiert. Erschlossen wurde der Zeitraum von 1845 bis zum Tod der ideologischen Initiativkraft, Franz Brendel, im Jahr 1868. Die bis heute nachwirkende Polarität von Fortschrittspartei und Konservativen, ebenso die Selbstverständlichkeit des Begriffs neudeutsche Schule werden kritisch hinterfragt, differenziert und in neuem Licht dargestellt.

  • Lewis Carrolls Alice-Bücher gehren zu den Klassikern der Kinderliteratur. Die Nonsense-Erzählungen wurden immer wieder neu interpretiert und vielfach für Theater, Kino und Fernsehen adaptiert; sie inspirierten Avantgarde-Bewegungen wie Dada und Surrealismus. Denn die Poetik der Alice-Bücher ist voller Widersprüche und Paradoxa, die sich in der Lektüre als ein vibrierender Zustand der Unruhe realisieren. Wenig bekannt ist aber, wie sehr das Zusammenspiel unvereinbarer ästhetischer Figurationen aus Alice in Wonderland ein Eigenleben in der Populärkultur entwickelt hat, das bis heute wirksam ist: als Alice-Maschine. Christine Ltscher macht diese Dynamik in ihren Analysen erstmals sichtbar und zeigt auf, wie die Alice-Maschine das Nicht-Verstehen, das Denken und Fühlen an der Grenze der Sinngebung zwischen Freiheit und Verstrung ästhetisch genießbar macht besonders in Zeiten gesellschaftlicher und medialer Umbrüche. 

  • Dieser Open Access-Band untersucht aus kultur- und medienwissenschaftlicher Perspektive das ffentliche Auftreten von Donald Trump und nimmt dabei insbesondere in den Blick, wie der US-amerikanische Präsident an der gesellschaftlichen Konfrontation unterschiedlicher politischer Gruppen partizipiert und diese kommunikativ weiter forciert. Diskutiert werden Trumps Mediengebrauch, seine Adressierungsstrategien und seine Politik der Affekte. Die Beiträge des Bandes rücken den great disruptor in ein Spannungsfeld von Populärkultur, fragmentierter Öffentlichkeit und rhetorischer Feindsetzung.

  • Hölderlin-Handbuch

    Johann Kreuzer

    Nur wenige deutsche Dichter erfahren eine ähnlich starke Aufmerksamkeit bis in die jüngste Gegenwart wie Friedrich Hlderlin. Das Handbuch, seit vielen Jahren das Standardwerk zur Hlderlin-Forschung, informiert in der Neuauflage detailliert über den aktuellen Forschungs- und Wissensstand. Es analysiert das gesamte Werk des Dichters und behandelt darüber hinaus die Biographie im Kontext der Epoche, die Voraussetzungen für das Werk, die Poetologie und schließlich die Rezeption Hlderlins. So werden verschiedene Zugangsweisen und die Vielfalt der Denkmotive Hlderlins transparent. In der zweiten Auflage wurden zahlreiche Artikel neu verfasst und ergänzt.

  • Die Beiträge dieses Bandes betrachten die Verbindung zwischen bildungsphilosophischen und philosophiedidaktischen Themen. So werden im ersten Teil "Philosophie und Bildung" aus der Philosophie heraus Konzepte und Ideen entwickelt, die für theoretische und praktische Fragen der Bildung von Relevanz sind. Der zweite Teil enthält Beiträge, die das besondere Verhältnis von philosophischer Bildung und Philosophiedidaktik in den Blick nehmen. Der dritte Themenblock schlägt dann die Brücke von den fachdidaktischen Konzepten und Ideen in den konkreten Unterricht: Philosophiedidaktik und philosophische Unterrichtspraxis.

  • Zu den wichtigen sozialen Einflussgrßen, die nicht nur die Konstruktion, sondern auch die Realität und Praxis institutionalisierter Kindheit(en) mitbestimmen, gehren, so der Ausgangspunkt und der Gegenstand dieses Bandes, technologische Entwicklungen und die Anwendung und Nutzung von Techniken in der Kindheit für und durch Kinder. Technische Arrangements und Praktiken sind während der Kindheit omnipräsent. In diesem Band werden systematische ethische und erziehungs-, bildungs- und kindheitsphilosophische Fragen diskutiert, die sich im Umgang mit neuen Technologien und Techniken stellen. Hierzu zählen z.B. Fragen der folgenden Art: Wie sind (Neben-)Folgen der Einführung von AI-Systemen in Unterricht und Schule zu verstehen und zu bewerten? Dürfen Eltern die Fotos ihrer Kinder auf Facebook teilen? Welche Mglichkeiten und Fallstricke bietet die Nutzung von Robotern in pädagogischen Kontexten? Welche Rolle spielen neue Technologien bei der Gestaltung des Generationenverhältnisses und für technisch vermittelte und realisierte Regime der Kindheit?

  • Das Buch erffnet einen vllig anderen Blick auf die Romantik: Anstelle von Nostalgie, unendlicher und unerfüllter Annäherung steht das Harmonische und Vershnliche im Mittelpunkt. Jacob Burda vertritt die in der Forschungsliteratur neue These, dass die Figur der guten Unendlichkeit schon der Frühromantik zuzuordnen ist - und nicht erst mit G.W.F. Hegel beginnt. Das hat weitreichende Konsequenzen für die Ästhetik, die Theologie und das Kunstverständnis, das wir gemeinhin mit der Romantik assoziieren. Mit einem Geleitwort von Bazon Brock und einer Replik von Manfred Frank.

  • Zum 200. Geburtstag von Giuseppe Verdi. Don Carlos, Otello, Falstaff das Handbuch stellt alle 26 Opern und die weiteren Werke Verdis einzeln vor. Es zeigt auch Verdis Weg bei der Entstehung seiner Opern: vom Libretto über Komposition, Stimmtypen, Vers-Vertonung bis zur Aufführung. Zeit- und Theatergeschichtliches vermitteln, warum die Oper nicht zuletzt durch Verdis Beitrag im 19. Jahrhundert so beliebt war. In der 2., stark überarbeiteten Auflage mit vielen neu verfassten Beiträgen und neuen Kapiteln u. a. zu Kompositionstechnik, Verdi-Renaissance nach 1918, Verdi-Dirigenten.

  • Das Handbuch präsentiert den Diskussionsstand zu Werk und Wirkung Theodor W. Adornos und bietet inhaltliche wie methodische Werkzeuge für die Auseinandersetzung mit dieser für die deutschsprachigen Geistes- und Sozialwissenschaften des 20. Jahrhunderts prägenden Gestalt. Dokumentation und Bestandsaufnahme einerseits, Kritik und Neudeutung andererseits sind die Ziele eines Unternehmens, in dem es nicht um die Verbreitung einer kodifizierten Lehre geht, sondern um die Darstellung und Analyse der Problemstellungen und Denkmglichkeiten, für die Adorno exemplarisch steht. Zentrales Anliegen des Handbuchs ist der spezifisch interdisziplinäre Charakter des Adornoschen Philosophierens. Dessen Potential erschpft sich nicht in fachgebundener Forschung, sondern wird in der kritischen Verschränkung von Kunst, Musik, Philosophie und den Fachwissenschaften virulent. Für schulbedingte Verengungen ist kein Platz. Die über 40 Beiträger lassen vielmehr die verschiedenen Zugangsweisen und Temperamente in der Auseinandersetzung mit Adornos Werk deutlich werden.Für die 2. Auflage wurde das Handbuch grundlegend durchgesehen, aktualisiert und um 17 Einträge erweitert. 

  • Harold Garfinkel was one of the most important American sociologists. A student of Talcott Parsons who also worked with Alfred Schutz and Kenneth Burke, he sought to craft an empirical and theoretical approach that would combine Parsons' focus on social systems of interaction with the focus on practices in their course of Burke and Schutz. This previously unpublished manuscript titled Parsons Primer in which Garfinkel explains Parsons' position on systems of social interaction and how it relates to Garfinkel's own position is an important missing piece of Garfinkel's argument.

    The original manuscript from 1962/63 has been edited and a new introduction written for it by Anne W. Rawls and Jason Turowetz.

  • Zeitgenssisches Musiktheater für junges Publikum hat sich weit über den deutschsprachigen Raum hinaus zu einem wichtigen Genre im aktuellen Theaterbetrieb entwickelt. Dieses Handbuch gibt aus theaterpraktischer, künstlerischer und wissenschaftlicher Perspektive einen Überblick über die verschiedenen Arbeits- und Themenfelder. Ausgehend von der Vielfalt musikdramatischer Erscheinungsformen werden kompositorische und konzeptionelle Entstehungs- und Produktionsbedingungen untersucht, Wechselwirkungen zwischen strukturellen und ästhetischen Erscheinungsformen überprüft, Mglichkeiten interdisziplinärer und interkultureller Arbeitsweisen skizziert sowie Wege der Vermittlungsarbeit aufgezeigt. Das Handbuch vermittelt auf diese Weise nicht nur breite Einblicke in die aktuelle Diskussion der Zielsetzungen, Anforderungen und Wahrnehmungsweisen, sondern liefert auch vielfältige Anregungen.

  • Dieser Band befasst sich mit Praxisphasen im Lehramtsstudium. Die Studie macht nachvollziehbar, wie angehende Franzsischlehrerinnen und -lehrer Unterricht in Praxisphasen des Studiums wahrnehmen und reflektieren. Dabei gilt das Interesse spezifisch fremdsprachendidaktischen Reflexionen, die bislang kaum empirisch untersucht wurden. Mit der Methode der Qualitativen Inhaltsanalyse werden Interviews mit knapp zwanzig Studierenden der Romanistik im Praktikum ausgewertet. Die fachbezogenen Reflexionsprozesse der Praktikantinnen und Praktikanten werden hinsichtlich verschiedener Arten von Reflexion beschrieben und unter dem Begriff der Interimsdidaktik systematisiert. Dabei handelt es sich um ein dynamisches und situatives Wissenssystem, das Aufschluss über handlungsleitende Repräsentationen fachdidaktischen Wissens gibt und für Professionalisierungsprozesse genutzt werden kann.

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