J.B. Metzler

  • 2020 erscheint der 59. Jahrgang des Heine-Jahrbuchs. Er enthält aktuelle wissenschaftliche Beiträge zu Leben, Werk und Wirkung Heinrich Heines sowie zur Literatur des Vormärz, unter anderem eine Studie von Joseph A. Kruse über Heine und Fontane sowie Darstellungen über die Journalisten Saul Ascher, Ludwig Brne und Georg Bernhard Depping. Zudem präsentiert der Band neu erworbene Heine-Briefe aus dem Archiv des Heinrich-Heine-Instituts.

  • Gehrt es zu einer liberalen Gesellschaft und einer humanen modernen Medizin, dass Menschen aktiv aus dem Leben scheiden und sich dabei helfen lassen dürfen? Ethische Diskussionen über Sterbehilfe entzünden sich meist an Fällen unheilbar kranker Patienten, die ihr Leben nicht länger ertragen wollen. Während diese Kranken nach geltendem Recht und weit geteilten Überzeugungen auf lebenserhaltende Therapien aller Art verzichten dürfen, wird sehr kontrovers beurteilt, ob sie sich als ultima ratio auf ihr Verlangen hin tten oder bei einem Suizid unterstützen lassen dürfen sei es durch Ärzte, Angehrige oder Sterbehilfevereine. Meinungsführende Kritiker warnen davor, dass Patientensuizide zur Normalität werden knnten, beschwren die Unvereinbarkeit tdlicher Hilfe mit dem ärztlichen Ethos und befürchten Ausweitungen auf andere Personengruppen, etwa auf hochbetagte Menschen, die nicht schwer krank, wohl aber lebensmüde sind. Doch lässt man sterbewillige Patienten mit dieser Tabuisierung nicht auf unmenschliche Weise alleine? Und sollte nicht das Recht auf Selbstbestimmung gerade in solch existentiellen Angelegenheiten wie dem eigenen Lebensende respektiert werden? In profunder Kenntnis der langjährigen medizinethischen Debatten analysiert Bettina Schne-Seifert die Landschaft der Sterbehilfe-Fragen und -Argumente und verteidigt entschieden eine liberale Position zur Suizidhilfe.

  • Berlioz, Wagner und Liszt gelten als Protagonisten der sogenannten neudeutschen Schule. Dieses Phänomen bildete im 19. Jahrhundert den Kristallisationspunkt eines Paradigmenwechsels, der sich von der Musikkritik ausgehend bis auf die europäische Kulturgeschichte auswirkte. In nie zuvor dagewesener Weise wurden die Bedeutung von Musik und Gesellschaft miteinander verknüpft, zu großen utopischen Entwürfen gebündelt und Geschichte konstruiert. - Die vorliegende Quellenedition versammelt Beiträge aus zeitgenssischen deutsch-, englisch- und franzsischsprachigen Musikzeitschriften aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Die polemisch geführte Debatte um die neudeutsche Schule ist mit über 150 Artikeln dokumentiert und umfassend kommentiert. Erschlossen wurde der Zeitraum von 1845 bis zum Tod der ideologischen Initiativkraft, Franz Brendel, im Jahr 1868. Die bis heute nachwirkende Polarität von Fortschrittspartei und Konservativen, ebenso die Selbstverständlichkeit des Begriffs neudeutsche Schule werden kritisch hinterfragt, differenziert und in neuem Licht dargestellt.

  • Das Anna Seghers-Handbuch gibt einen umfassenden Überblick über das Gesamtwerk der Autorin von den frühen Texten und Erzählungen der 1920er Jahre bis zu ihrem Tod im Jahr 1983. Im Zentrum stehen neben der Betrachtung ihres Lebens als Jahrhundertschicksal die Erschließung ihrer literarischen, poetologischen und essayistischen Schriften vom Früh- über das Exil- und Nachkriegswerk bis zu den Texten nach 1967. In diesem Zusammenhang werden prägende Lebens- und Kulturräume der Autorin sowie ihr kulturelles und kulturpolitisches Engagement bis zu ihrer Präsidentschaft des Schriftstellerverbandes der DDR beleuchtet. Die nationale und internationale Rezeption ist ein weiterer Schwerpunkt. Die Betrachtung der Polarisierung des Urteils zu Seghers nach 1989 zeigt die Mglichkeit differenzierter Wertungsstrategien.

  • Im Namen der Res Publica in den Krieg zu ziehen bedeutete für rmische Feldherren nicht nur, das Heer zu kommandieren, es bedeutete auch, die Verantwortung für die Kommunikation mit den Gttern zu tragen. Janico Albrecht zeigt, dass neben dem Schlachtfeld auch die stadtrmische Heimatfront ein Ort für religise Inszenierungen des Krieges darstellte. Auch jenseits des Triumphs kam der Religion eine wichtige Rolle für die Vermittlung des fernen Kriegsgeschehens zu. Spätrepublikanische Feldherren wie Sulla, Pompeius und Caesar werden als religise Akteure unter Gesichtspunkten wie dem Eingehen auf unterschiedliche Publika sowie der Fortführung ihrer Ansprüche in der Memoirenliteratur untersucht. Ihre Inszenierungen gttlicher Nähe und religiser Autorität spielten in der antiken Erinnerung oft eine wichtigere Rolle als ihre militärischen Leistungen und trugen entscheidend zur literarisch fassbaren Wahrnehmung des Krieges in Rom bei.

  • Carl Einstein (1885?1940) war einer der bedeutendsten Schriftsteller, Kunstkritiker und Theoretiker der Avantgarde des 20. Jahrhunderts. Er war auch ein Mann der Tat, kämpfte in Berlin auf Seiten von Spartakus und in der Kolonne Durruti in Spanien gegen Reaktion und Faschismus. In seiner Korrespondenz spiegeln sich alle Strmungen und Konflikte, die Literatur, Kunst und Politik Europas bewegten. Er wechselte Briefe mit bekannten Grßen der Kunstgeschichte wie etwa Picasso und Paul Klee. Daniel-Henry Kahnweiler, der Pariser Kunsthändler, wurde sein Freund. Für seine legendäre Zeitschrift Documents korrespondierte er mit Gelehrten aus aller Welt. In Einsteins Briefen erfährt man auch von vielen Projekten, die er nicht vollenden konnte. Von seiner weitaus bedeutenderen Korrespondenz haben sich 425 Texte, einschließlich offener Briefe oder auch briefartiger Widmungen, erhalten. Sie werden chronologisch geordnet, detailliert kommentiert und mittels eines Personen-, Werk- und Zeitschriftenregisters erschlossen. Franzsische Briefe werden übersetzt. Carl Einsteins Briefwechsel stellt für literatur- und kunst-, aber auch für sozialgeschichtliche Forschungen zum 20. Jahrhundert reichhaltiges Material zur Verfügung.

  • Kleist-Jahrbuch 2020

    Collectif

    Das Kleist-Jahrbuch 2020 dokumentiert die Verleihung des Kleist-Preises 2019 mit den Reden der Preisträgerin Ilma Rakusa, der Vertrauensperson der Jury Yoko Tawada und des Präsidenten der Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft Günter Blamberger. Abhandlungen zu Kleists Werken, Miszellen zum Umfeld Kleists, Nachrufe auf Hans Joachim Kreutzer und Alexander Weigel sowie Rezensionen wissenschaftlicher Neuerscheinungen zu Kleist beschließen den Band.

  • Nicole Pppel skizziert in ihrer Literatur- und Mediengeschichte das lebendige, ambivalente Medienschaffen der Pariser Bohème Mitte des 19. Jahrhunderts. Die Autorin bringt dem deutschsprachigen Publikum die Generation der Bohème näher, durch die sich dieses Milieu medial nachhaltig als populäres Milieu etablierte. Sie untersucht dazu die Generation der zweiten Bohème mit Autoren wie Henry Murger (Szenen aus dem Leben der Bohème) und Charles Baudelaire (Die Blumen des Bsen) als Medienproduzenten und Medienkritiker. Die jungen, oft unbekannt gebliebenen, meist prekär lebenden Autoren wirkten im Spannungsfeld aus Selbstbehauptung und Abgrenzung vom etablierten Literatur- und Kulturbetrieb und der großen Tagespresse und prägten die Pariser Öffentlichkeit von den 1840er bis 1860er Jahren fundamental mit. 

  • Das Handbuch informiert umfassend über die Literatur für Kinder und Jugendliche in verschiedenen Medien und fasst den Stand der Forschung in diesem Bereich sowohl diachron als auch synchron zusammen. Es deckt eine Vielzahl von Erzählmedien wie  Bilderbuch, Computerspiel, Film oder Theater ab und akzentuiert aktuelle Themen wie All Age-Literatur, Medien- und Produktverbund sowie Inter- und Transmediales, Digitales und Serielles Erzählen. Methodische Zugänge und kulturwissenschaftliche Aspekte werden ebenfalls thematisiert, der Didaktik ist ein eigenes Kapitel gewidmet.

  • Mit dieser Edition von Kleists Handschrift »Der zerbrochne Krug« wird eine textgenetische Darstellung vorgelegt, die Kleists zahlreiche, teilweise komplexen Textänderungen en detail rekonstruiert. Methodisches Instrumentarium für die Rekonstruktion bildet die Handschriftanalyse. Wesentliches Ergebnis der Rekonstruktion ist die chronologische Darstellung der einzelnen Versvarianten und ihrer vers­übergreifenden Bezüge. Sofern die Versfassungen sich unterscheiden, werden auch die Fassungen der ­»Phbus«­Fragmente und des Erstdrucks mitgeteilt. Auf diesem Weg entsteht ein komplexes Bild der zahlreichen Übereinstimmungen und Abweichungen der unterschiedlichen »Krug«-Textzeugen, deren dichtes Beziehungsgeflecht hier erstmals systematisch und vollständig erfassbar ist. Abgeschlossen wird der Band mit einer Untersuchung zur Entwicklung von Kleists Handschrift, deren Methodik diese Edition erst ermglicht hat. Die Darstellung wird unterstützt durch den Abdruck zahlreicher Faksimile-Ausschnitte. Die Edition erscheint als Sonderband des Kleist-Jahrbuchs.

  • Hölderlin-Handbuch

    Johann Kreuzer

    Nur wenige deutsche Dichter erfahren eine ähnlich starke Aufmerksamkeit bis in die jüngste Gegenwart wie Friedrich Hlderlin. Das Handbuch, seit vielen Jahren das Standardwerk zur Hlderlin-Forschung, informiert in der Neuauflage detailliert über den aktuellen Forschungs- und Wissensstand. Es analysiert das gesamte Werk des Dichters und behandelt darüber hinaus die Biographie im Kontext der Epoche, die Voraussetzungen für das Werk, die Poetologie und schließlich die Rezeption Hlderlins. So werden verschiedene Zugangsweisen und die Vielfalt der Denkmotive Hlderlins transparent. In der zweiten Auflage wurden zahlreiche Artikel neu verfasst und ergänzt.

  • Diese kompakte, lebendig erzählte Geschichte der englischsprachigen Literatur der Britischen Inseln von ihren Anfängen bis heute lädt dazu ein, nicht nur eine bunte Fülle von verblüffend spannenden Texten kennenzulernen, sondern auch die ebenso spannende Welt, aus der sie kommen. Das Buch bietet Aha-Effekte, indem es auf anschauliche Weise kulturgeschichtliche Kontexte, langfristige Entwicklungslinien und unerwartete Zusammenhänge zwischen Gegenwart und Vergangenheit erkennbar macht. In Zeiten von Brexit macht es deutlich, dass die Literatur der Britischen Inseln nie insular war. Diese Literaturgeschichte kombiniert Grundwissen mit anregenden Horizonterweiterungen. Sie bietet zudem nützliche Hinweise auf digitale Ressourcen und ausgewählte, besonders faszinierende Orte, die sich literaturbegeisterte Großbritannienreisende nicht entgehen lassen sollten. Eine wertvolle Orientierung fürs Studium, und ebenso eine kurzweilige Lektüre für alle, die ein Faible für Britisches haben.

  • Jasmin Humburg provides evidence of naturalist narrative strategies, tropes, and character variations in six contemporary American television series: The Wire, Tremé, Shameless, Ozark, Orange is the New Black and 2 Broke Girls. The author investigates how poverty is negotiated through classic literary naturalism and contemporary televisual articulations, and how the latter may have been influenced by the former in the age of the Great Recession. By connecting literary studies, television studies, and concepts of social mobility, this project contributes to the field of new poverty studies. 

  • Aufbruch im Dorf

    Gunter Mahlerwein

    Zwischen drflicher Idylle und weiter Welt. Ob im Schwarzwald oder auf der Alb: Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung der Nachkriegszeit einhergehende Neuerungen hielten schon früh Einzug in die Drfer. Von Kontinuität und Tradition geprägte Gemeinschaften befanden sich pltzlich in einem grundlegenden Wandel. Das Buch dokumentiert die Veränderungen der letzten 50 Jahre in der äußeren Gestalt von Dorf und Landschaft, in den Lebensweisen und Mentalitäten der Menschen im ländlichen Raum Baden-Württembergs. Eindrucksvolle Fotografien ffnen den Blick für eine Welt, die nie ein Idyll war, wohl aber den Schluss zulässt: Dorfluft macht frei.

  • Jetzt wieder auf allerneuestem Stand. In der 3. Auflage bietet das bestens eingeführte 'Metzler Lexikon Literatur' noch mehr Fakten. 3.600 Stichworte zur Literatur ermglichen eine rasche Orientierung in Poetik, Rhetorik, Metrik, Stilistik und Theorie der europäischen Literaturen. Zusätzlich vermittelt das Lexikon einen weit gefassten Überblick über Schriftstellerkreise, Institutionen sowie über das Buch- und Verlagswesen. Umfangreiche Artikel zu den wichtigsten Epochen, Strmungen und Gattungen führen in die Literaturgeschichte ein. Was ist neu? Über 600 Artikel aus allen Bereichen verbreitern das Panorama. Berücksichtigt sind u. a. Gender Studies, Kultur- und Medienwissenschaften, das Verhältnis der Literatur zur Philosophie und zu anderen Künsten. Geballtes Literaturwissen in einem Band.

  • Deutsche Literatur

    Hermann Korte

    Die Kindler Klassiker präsentieren in einem Band die wichigen Autoren und Werke einer Nationalliteratur. Auf 600 - 800 Seiten werden sie vorgestell: kurze biografische Skizzen der Autoren und kundige Darstellung der Werke. Alles wie im KLL, nur: eine ganze literarische Welt in einem Band.

  • Die deutschsprachige Literatur in 1.500 Werken. Was ist charakteristisch für die Gedichte Grünbeins? Wo wurde Hauptmanns 'Vor Sonnenaufgang' uraufgeführt? Informationen zu diesen und anderen Fragen, zu Quellen, Themen und Wirkung liefert die bewährte 'Metzler Literatur Chronik'. Die 3. Auflage ist um 40 neue Werke erweitert und auf dem neuesten Stand.

  • In dieser Studie wird der Zionismus nicht primär als politische Bewegung betrachtet, sondern als eine 'Kulturpoetik' verstanden und analytisch fruchtbar gemacht. Das Verhältnis von Text und Territorium, von Schrift und Land wird in eingehenden Lektüren u. a. der Werke von Schnitzler, Herzl, Kafka, Beer-Hofmann, Buber, Levinas und Schnbergs eruiert, mit dem Ziel, den Zionismus als eine alternative Poetik der Moderne zu beschreiben.

  • Obwohl ein isländisches Sprichwort besagt, das Gesehene ist reicher als das Gehrte (sjón er sgu ríkari), wird und wurde die Kultur Islands vor allem von der Sprache bestimmt. Der Autor lässt die Wortkunst Islands in ihren vielfältigen Ausprägungen lebendig werden. Er beschreibt die Verknüpfung von Landschaft, Nation und Sprache, über die sich die Isländer oft definieren. Neben den mittelalterlichen Sagas, der Skaldendichtung, den Elfen- und Gespenstergeschichten stellt er die religise Literatur des Barock sowie aufklärerische und romantische Werke vor. Weitere Themen: Der lyrische Modernismus der 1950er Jahre, die Erzählungen und Romane von Gunnar Gunnarsson und Halldór Laxness, zeitgenssische Krimis, die Liedtexte Sjóns und Bjrks, aber auch die bis heute lebendige Kultur handschriftlich zirkulierender Dichtung.

  • Dieses Buch geht  einer anthropologischen Frage nach: Wozu braucht der Mensch Dichtung? Die Antworten von Philosophen und Dichtern von der Antike bis ins 20. Jahrhundert stehen im Mittelpunkt. Theoretiker der Antike wie Gorgias, Platon, Aristoteles, Plotin, Proklos kommen zu Wort. Geistliche und Ritter des Mittelalters geben die immanente Poetik ihrer Dichtungen preis. Dichter-Anthropologen wie Ficino, Brant, die Emblematiker, europäische Anthropologen und Lehrer der Dichtkunst reflektieren über den Sinn und die Notwendigkeit von Dichtung. Mit aufschlussreichen Beispielen aus dem europäischen Roman, dem europäischen Drama und der Ballade des 19. und 20. Jahrhunderts knnen auch noch die Hauptgattungen poetologisch und anthropologisch in ihrem Ursprung, Sinn und Wirkungspotential erfasst werden. 

  • Womit beschäftigt sich die Literaturwissenschaft? Was kann sie leisten? Als Vermittlerin von Kompetenzen zur Analyse und Beschreibung verschiedenster Kulturphänomene spielt die Literaturwissenschaft eine wichtige Rolle im Austausch mit den Kultur-, Sozial-, Kunst- und Medienwissenschaften. Das Handbuch zeigt, auf welchen Grundlagen die Literaturwissenschaft fußt. Es stellt u. a. Texttypen und thematische Merkmale vor, untersucht die Rolle des Autors wie des Lesers und fächert Textanalyse und -interpretation auf. In den Blickpunkt rücken auch Theorien und Methoden, die Geschichte der Literaturwissenschaft und ihre Institutionen. Das Grundlagenwerk basiert auf einem weit gefassten Literaturbegriff, der auch die Populärkultur und neue Medien einbezieht. Konkurrenzlos systematisch und ausführlich.

  • Sie gehren seit Jahrtausenden zum Lesekanon der klassischen Literatur: Äsop, Aischylos, Herodot, Homer, Sophokles, Cicero, Horaz, Ovid, Plinius und Vergil. Das Lexikon porträtiert die wichtigsten 120 Schriftsteller der griechischen und rmischen Antike. Ein Streifzug für Literaturbegeisterte.

  • Hegel-Handbuch

    Walter Jaeschke

    Hegels Denken ist auch heute noch umstritten: Er gilt als Verteidiger ebenso wie als Kritiker der Religion, als Philosoph der Restauration, als Wegbereiter des Marxismus und als Denker der Freiheit. Das Handbuch verbindet einen Überblick über Hegels Leben und die Wirkung seiner Schule mit einer detaillierten Darstellung seiner Werke. Von den frühen Fragmenten über die Jenaer Kritischen Schriften und Systementwürfe bis zu den Hauptwerken und den Berliner Vorlesungen werden alle Einzeltexte ausführlich analysiert.

  • Tragikomödien

    Frank Zipfel

    Die Tragikomdie, verstanden als Kombination von Tragik und Komik im Drama, ist eine von der zeitgenssischen Literaturwissenschaft relativ wenig beachtete Gattung. Dabei bietet sie ein heuristisches Modell, das oft übersehene Zusammenhänge in der europäischen Dramenproduktion von der Spätaufklärung bis zur Gegenwart erkennbar werden lässt. Diese internationalen Verbindungen werden durch eine systematische und vergleichende Beschreibung unterschiedlicher Kombinationsformen von Komik und Tragik in paradigmatischen Dramen der deutschen, franzsischen, italienischen und englischen Literatur offen gelegt.

empty